Toi Toi Buh

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© Lin Lambert

 

TOI TOI BUH (von und mit Jonas Gruber)


Jonas Gruber ist Schauspieler. Er bezeichnet sich selbst als „unter den unbekannten Schauspielern doch immerhin der prominenteste“ und ist Kreisvorsitzender der Selbsthilfegruppe „Die Anonymen Schauspieler“. TOI TOI BUH wirft einen Blick hinter die Kulissen in seine Garderobe, während er in der Pause des Kinderstücks sein gekränktes Künstlerseelchen päppelt. Nicht genug, dass er vor Kindern einen Hahn spielen muss. Die Kinder haben ihn auch noch ausgelacht, weil er beim Versuch zu fliegen auf die Fresse gefallen ist (bzw. auf die Bretter, die fast seinen Tod bedeuteten)! Jetzt besetzt er kurzerhand das Theater und nimmt die Zuschauer als Geiseln. TOI TOI BUH ist Kabarett mit Handlung, ist postdramatisches Stand-up-Theater, ist sehr komisch, aber darf auch mal weh tun. In seiner höflich-schweizerischen Art kämpft Gruber allerdings lieber mit Florett statt Keule. Seine Sticheleien sind minimal-invasiv, aber deshalb nicht weniger wirkungsvoll. Als Schauspieler ist der Homo sapiens sein Spezialgebiet und das Objekt seiner Recherchen ist in aller Regel er selbst. Er könnte stundenlang über sich referieren, käme ihm nicht irgendwann ein berühmter deutscher Fernsehkommissar dazwischen.

Ausgebildet an der renommierten Otto-Falckenberg-Schauspielschule arbeitet Jonas Gruber seit vielen Jahren als freischaffender Schauspieler. Er hat nicht nur den Förderpreis der Armin-Ziegler-Stiftung für seinen Hamlet in „Hamlet“ erhalten sondern ist auch Preisträger der „Verknoteten Zunge“ für die misslungenste und klischeehafteste Darstellung eines Stotterers in einem Film. Man kann also sagen: Er hat alles erreicht, auch schon mal den Tiefpunkt. Er kennt Provinzklitschen genauso wie die Staatstheater und hat sich auf der Bühne auch schon nackig gemacht. Der Kartenverkauf ließ sich dadurch aber leider nicht nennenswert steigern.


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PRESSESTIMMEN
Die Pointen und Grimassen sitzen, das alberne Hahnenkostüm sowieso!
Deutschlandfunk „Corso“ 3.11.2015, Änne Seidel

In seiner Einmannshow „Toi Toi Buh“ zeigte Jonas Gruber die Bandbreite seines schauspielerischen Könnens. Jonas Grubers Einmannshow ist Blödsinn mit Niveau. Es sind allein die eigenen Erwartungen, die in die Irre führen und den Zuschauer an diesem Abend überrascht zurücklassen. Gruber vermindert im Laufe seines selbst geschriebenen Stückes nämlich den Blödsinn und hebt das Niveau (…) Und so hinkt und schleift sich Gruber auch als diese böse „shakespearsche Missgestalt“ grandios über die Bühne. Gruber zeigte, dass er es versteht, zu unterhalten.
Rheinische Post 18.05.16, Bernd Geisler

Den ersten Lacher gibt es für das Kostüm: Ein XXL-Handschuh als Mütze für den Kamm, ein Federbett vom Bauch zwischen die Beine nach hinten gebunden, fertig ist der Hahn. So möchte niemand rumlaufen. Jonas Gruber aber hat sich auf die Rolle im Kinderstück bestens vorbereitet: Mit Method Acting im Hühnerstall, Probesitzen auf der Stange inclusive (…)Neunzig Minuten lang arbeitet Gruber sich am Theater und am Leben ab, und das ist nicht nur des Kostüms wegen ziemlich lustig. (…) Gruber beichtet, wie er als Hamlet ausgerechnet beim berühmtesten Satz einen Hänger hatte und bringt das mit seinem Engagement für den Stotterer-Verband zusammen. Wie er am Telefon mit dem Verbandsvorsitzenden spricht und vom einen Moment zum nächsten kein Wort mehr heil herausbringt, sozusagen infiziert vom Handicap seines Gegenübers, das zeigt den Mann durchaus auf der Höhe der Schauspielkunst (…) So streift er, was Schauspieler umtreibt. Den Unterschied zwischen einer Rampensau und einer „Brandmauergazelle“. Wie man „Richard III.“ richtig angeht, unterspielt in Schwyzerdütsch statt immer so grell und vordergründig. Das richtige Verbeugen, das nicht so einfach ist, wie alle denken. Pfiffige Gastauftritte haben als Stimmen aus dem Off Grubers Ehefrau Maike Kühl und der Kölner „Tatort“-Kommissar Dietmar Bär.
Westdeutsche Zeitung 27.3.2015, Ralf Stiftel

Wer Jonas Gruber auf der Bühne erlebt hat, der weiß, dass der 38-Jährige ein wandelbarer und charmanter Schauspieler ist. Als Schweizer bringt er zudem eine höfliche Art mit, was den Abend von üblicher Proll-Comedy unterscheidet.
WAZ 18.03.2015, Sven Westernströer

BESETZUNG UND TEAM
TEXT UND SPIEL – Jonas Gruber
REGIE – Nicole Kersten
SPRECHER – Maike Kühl, Dietmar Bär