Hedda Gabler

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HEDDA GABLER (Henrik Ibsen)
Theater Heidelberg, 20.02.2013


Ein Paar alter Pantoffeln, darüber freut sich Jørgen Tesman. Die Pantoffeln sind ein Geschenk der beiden Tanten, bei denen Tesman aufgewachsen ist. Seine Frau Hedda liebkost dagegen ein Paar Duellpistolen aus dem Nachlass ihres Vaters. Häuslichkeit und Bravheit gegen Verwegenheit und kalte Berechnung – das kann nicht gut gehen. Tut es auch nicht.

»Hedda Gabler hat den Fehler gemacht, anstelle eines Schriftstellers einen braven Bürger zu heiraten, und sie bekommt prompt, was solche Frauen verdienen – Langeweile.« (Wolfgang Körner)
Mit Hedda Gabler, uraufgeführt 1891 in deutscher Sprache in München, gelingt dem großen norwegischen Schriftsteller Henrik Ibsen die Darstellung eines Frauenschicksals, das von gesellschaftlichen und sozialen Zwängen bestimmt ist – und weit darüber hinaus prescht.
»Das Stück soll vom Unerreichbaren handeln, vom Streben und Trachten nach dem, was gegendie Konvention im Bewusstsein eines jeden steht – auch in Heddas« (Henrik Ibsen). Sie wird es nicht überleben. Denn, wie eine stehende Replik des Stücks lautet, »so etwas tut man doch nicht«.

BESETZUNG UND TEAM
Jørgen Tesman – Clemens Dönicke
Frau Hedda Tesman – Katharina Quast
Fräulein Juliane Tesman – Nicole Averkamp
Frau Elvsted – Lisa Wildmann
Richter Brack – Jonas Gruber
Ejlert Løvborg – Dominik Lindhorst-Apfelthaler
Berte – Christina Rubruck
Regie – Cornelia Crombholz
Bühne – Marcel Keller
Kostüme – Marion Hauer
Musik – Nina Wurman
Dramaturgie – Jürgen Popig
PRESSESTIMMEN
(…) Herrlich schmierig: Jonas Gruber (…) So gelingt den Heidelbergern mit „Hedda Gabler“ ein mit knapp drei Stunden großer und spannender Schauspielabend.
Mannheimer Morgen, 05.03.2013